Die Hundesteuer: Was sie kostet und wie Sie sie anmelden
Stand: Juli 2026
Die Hundesteuer ist eine kommunale Steuer: Nicht der Bund und nicht das Land legen sie fest, sondern Ihre Stadt oder Gemeinde — in einer eigenen Hundesteuersatzung. Deshalb gibt es keinen bundesweiten Satz, sondern tausende verschiedene. Was in München gilt, sagt nichts über Hamburg.
Wie funktioniert die Hundesteuer?
- Steuerpflichtig ist, wer einen Hund hält — nicht, wem er gehört.
- Die Steuer ist eine sogenannte Aufwandsteuer: besteuert wird die private Hundehaltung; für den zweiten und dritten Hund verlangen die meisten Satzungen höhere Sätze.
- Für als gefährlich eingestufte Hunde (Listenhunde) sehen viele Kommunen einen erhöhten Satz vor.
- Diensthunde, Assistenzhunde und teils Hunde aus dem Tierheim sind je nach Satzung befreit oder ermäßigt.
Anmelden und Abmelden
Angemeldet wird beim Steuer- oder Ordnungsamt Ihrer Gemeinde — je nach Ort online, per Formular oder persönlich. Die Fristen setzt die Satzung; üblich sind wenige Wochen nach Aufnahme des Hundes. Abmelden müssen Sie den Hund bei Abgabe, Umzug oder Tod — sonst läuft die Steuer weiter.
[ENTWURF: Abschnitte folgen nach Satzungs-Erfassung — je ein kurzer Absatz zu: Ermäßigungen im Detail (Tierheim, Rentner:innen, SGB-Leistungsbezug — „hundesteuer rentner" ist ein reales Suchbedürfnis) · jährlich oder monatlich zahlen · was bei Nichtzahlung passiert.]
Hundesteuer in den 20 größten Städten
Alle Werte stammen direkt aus der jeweiligen Satzung bzw. dem Landesgesetz oder der amtlichen Stadt-Seite (verlinkt in der Spalte „Stadt"), erfasst im Juli 2026. Ein „—" bei Listenhund bedeutet: Diese Stadt erhebt keinen erhöhten Satz für gelistete Hunde. Wir haben das jeweils in der verlinkten Quelle nachgelesen — es ist keine fehlende Angabe.
Alle Beträge in Euro pro Jahr. Vorsicht bei mehreren Hunden — es gibt zwei Rechenmodelle: Viele Städte (z. B. Bochum, Düsseldorf, Münster) wenden den Satz der Spalte auf jeden Hund an, sobald Sie so viele halten — zwei Hunde in Bochum kosten also 2 × 192 € = 384 €. Andere Städte (z. B. Berlin, Bonn, Stuttgart) rechnen je Position: erster Hund 120 €, der zweite zusätzlich 180 € — zusammen 300 €. Welches Modell Ihre Stadt verwendet, steht in der verlinkten Quelle.
| Stadt | 1. Hund | 2. Hund | ab 3. Hund | Listenhund |
|---|---|---|---|---|
| Berlin | 120 | 180 | 180 | — ¹ |
| Hamburg | 90 ⁹ | 90 | 90 | 600 |
| München | 100 | 100 | 100 | 800 |
| Köln | 174 | 174 | 174 | — |
| Frankfurt am Main | 102 | 102 | 102 | 900 ² |
| Stuttgart | 144 | 288 | 288 | 816 ³ |
| Düsseldorf | 96 | 150 | 180 | 600 |
| Leipzig | 150 ⁴ | 150 | 150 | — ⁵ |
| Dortmund | 156 | 204 | 228 | 468 ⁶ |
| Essen | 156 | 216 | 252 | 852 ⁷ |
| Bremen | 150 | 150 | 150 | — |
| Dresden | 108 | 144 | 144 | — |
| Hannover | 150 | 276 | 276 | 720 |
| Nürnberg | 132 | 132 | 132 | 1.056 ⁸ |
| Duisburg | 132 | 168 | 192 | — |
| Bochum | 168 | 192 | 216 | — |
| Wuppertal | 160 | 288 | 288 | 1.000 |
| Bielefeld | 144 | 156 | 168 | — |
| Bonn | 162 | 210 | 264 | 840 |
| Münster | 120 | 132 | 144 | 750 |
¹ Das Berliner Hundesteuergesetz sieht ausdrücklich keinen erhöhten Kampfhund-Satz vor. ² Frankfurt: 225 € statt 900 € bei bestandener Begleithundeprüfung (VDH). ³ Stuttgart: zum 01.01.2026 von 612 € auf 816 € erhöht. ⁴ Leipzig: 120 € je Hund bei Mikrochip und Einwilligung zum Auslesen (befristet bis 2029). ⁵ Leipzig: Der frühere Kampfhund-Satz ist mit der Satzung ab 2026 entfallen. ⁶ Dortmund: 312 € bei bestandener Verhaltensprüfung. ⁷ Essen: 156 € auf Antrag bei bestandenem Wesenstest. ⁸ Nürnberg: 264 € mit Negativzeugnis; ab 01.01.2027 gelten neue Sätze (144 €/168 €). ⁹ Hamburg: Der Senat hat im Juli 2026 beschlossen, die Steuer zum 01.01.2027 auf 120 € zu erhöhen und Tierheim-Hunde künftig drei Jahre zu befreien (Stand: Presseberichte; die Gesetzesänderung selbst stand bei Erfassung noch aus).
Auffällig an dieser Tabelle: Zwischen der günstigsten Großstadt (Hamburg, 90 €) und der teuersten (Köln, 174 €) liegt fast das Doppelte — und beim Listenhund reicht die Spanne von „kein Zuschlag" bis 1.056 €. Welche Rassen überhaupt als Listenhunde gelten, regelt nicht die Stadt, sondern das Bundesland.
[ENTWURF: Ermäßigungs-Detailabschnitte + einzelne Stadt-Seiten folgen aus data/hundesteuer.json; Ausbau auf 100+ Städte nach 5-Städte-AI-Overview-Stichprobe. Fürs Finder-Tool (Stufe B): Staffel-Modell je Stadt als Datenfeld nachziehen (je-Hund-Gesamtzahl vs. je-Position) — die Wortlaute stehen schon im JSON.]